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Produktbeschreibung

Beschreibung des OMS-Datenübertragungssystems µoms Datentransport

vom Messgerät bis zur Abrechnung

 

 

Das Datenübertragungssystem µoms von Müller-electronic ist das erste OMS-System für Submetering auf dem europäischen Markt, das die verschlüsselten Verbrauchsdaten durchgängig von den Messgeräten bis zur Abrechnung sendet. Dieses System ist wegen der relativ einfachen Installation und Inbetriebnahme sowohl für Messdienste und Stadtwerke als auch für Wohnungsbaugesellschaften geeignet. Prinzipiell können alle Messgeräte diverser Hersteller, die ihre Verbrauchsdaten per OMS-Funk (T1-Modus) aussenden, in das µoms-System integriert werden.

 

 

Was ist OMS?

Eine kurze Definition (Wiki):

Das Open Metering System (OMS) steht für eine hersteller- und spartenübergreifende Kommunikationsarchitektur für intelligente Zähler auf Basis des M-Bus im Rahmen des Smart Metering Es ist weltweit die einzige Systemdefinition, die alle Medien (Elektrizität, Gas, Wärme und Wasser inkl. Submetering) in ein System integriert.

 

Messgeräte mit OMS-Funk

Submetering-Messgeräte sind Heizkostenverteiler, Wohnungswasserzähler, Wärmezähler oder auch weitere Messgeräte zur Verbrauchserfassung. Sie senden täglich ihre verschlüsselten Daten in Form von OMS-Telegrammen im T1-Modus an einen OMS-Datensammler. Die µline-Messgeräte senden z. B. mehrmals täglich den gleichen Verbrauchswert (Mitternachtswert vom Vortag).

 

Datensammler/Router

Ein Datensammler/Router vom Typ µgate empfängt alle relevanten OMS-Telegramme und speichert sie intern ab. Er ist ausgelegt für bis zu 2000 Messgeräte. Einmal täglich werden die empfangenen Telegramme zu einem Datenpaket komprimiert und kostenoptimiert per GPRS zur Datenbank übertragen.

 

Datenbank

Die Datenbank liegt auf einem abgesicherten Server. Die zugesandten Datenpakete werden zunächst dekomprimiert und in die Datenbank abgelegt. Die einzelnen Telegramme bleiben weiterhin verschlüsselt. Mit gut abgesicherten Zugangsmechnismen können die Daten, nach Liegenschaft sortiert, abgeholt und einer Abrechnung zugeführt werden.

 

Verwaltung / Abrechnung

Die Verwaltung des gesamten µoms-Systems erfolgt über das Internet. Dazu werden ein Browser (Firefox, Internetexplorer, etc.) und die Zugangsdaten benötigt. Somit ist jederzeit ein Zugriff auf alle berechtigten Daten der Datenbank möglich.

 

OMS-Repeater

Um größere Entfernungen zwischen einem Messgerät und einem Datensammler zu überbrücken, können OMS-Repeater eingesetzt werden. Der Repeater sendet ein empfangenes OMS-Telegramm zeitverzögert wieder aus. So wird der Aktionsradius für einen Datensammler wesentlich erhöht. Den OMS-Repeater µrep gibt es sowohl batteriebetrieben als auch mit einem 230V Netzanschluss. Mit einem 230V-Netzanschluss ist ein dauerhafter Betrieb möglich, während die batteriebetrieben Repeater pro Tag nur für eine kurze Zeitdauer (1/2 h bis 1 h) aktiv sind; nach einigen Jahren müssen dann die Batterien getauscht werden.

 

 

 

 

Installation

 

Von geschultem Personal und unter Verwendung diverser Hilfsmittel ist die Installation des Datenübertragungssystems µoms relativ einfach durchzuführen. Im Folgenden wird der Ablauf der Installation beschrieben.

 

Schritt 1 – Beurteilung der Funkumgebung

Eine unbekannte Liegenschaft muss zunächst bezüglich der Funkeigenschaften beurteilt werden. Dies erfolgt durch Vergleich mit bereits gemachten Erfahrungen bei ähnlichen Liegenschaften oder durch Funkvergleichsmessungen. Für Funkvergleichsmessungen werden Prüfsender, Prüfrepeater und ein Empfangssystem mit OMS-Handempfänger (WBF-1 oms) in Verbindung mit einer Software auf einem Laptop benötigt. Durch eine Probeinstallation kann die Durchdringung von Wänden und Funkreichweiten ausgemessen werden. So kann bereits vor der Installation der Verbrauchsmessgeräte eine Abschätzung erfolgen, wie viele Datensammler und Repeater benötigt werden. Auch die voraussichtlichen Positionen für die Repeater und Datensammler können so festgelegt werden.

 

Schritt 2 – Installation der Messgeräte

Zunächst sollten alle Messgeräte in der Liegenschaft installiert werden. Mit einem OMS-Handempfänger (WBF-1 oms) kann am Installationstag geprüft werden, ob die Funkstrecke bis zur geplanten Repeater- oder Datensammler-Position gut ist. Gegebenenfalls müssen alternative Positionen gesucht werden.

 

Schritt 3 – Installation Repeater und Datensammler

An den festgelegten Positionen sind die Repeater und Datensammler anzubringen. Der Datensammler µgate muss dabei an 230V angeschlossen werden. Bei Verwendung von Repeatern mit Netzteil sind diese ebenfalls an 230V anzuschließen. Batteriebetriebene Repeater sind zu aktivieren. Der µgate ist werksseitig bereits soweit konfiguriert und mit einer SIM-Karte vorinstalliert, dass eine weitere Konfiguration nicht mehr notwendig ist.

 

Schritt 4 – Überprüfung des gesamten Systems

Nach Installation aller Geräte ist das gesamte Datenübertragungssystem zu prüfen. Dies kann nur erfolgen, wenn alle Messgeräte und Repeater im Funkbetrieb sind. Die Liegenschaftsdaten (Stammdaten mit Zählernummern) werden in die Datenbank geladen, zum Beispiel vor Ort mit einem Laptop über einen Internetzugang. Nun kann geprüft werden, ob die Daten aller Messstellen in die Datenbank abgelegt wurden. Mit Hilfe eines Handempfängers und einer Hilfssoftware auf dem Laptop ist es möglich, Fehler in der Installation aufzudecken und Funklöcher aufzuspüren, ggf. muss noch mal ein Repeater nachgesetzt werden.

 

 

Beispiele

Das gesamte Übertragungssystem kann den gewünschten Anforderungen und den baulichen Gegebenheiten weitestgehend angepasst werden. Dies wird hier nun an zwei Beispielen demonstriert.

 

Beispiel A

Liegenschaft:

Hochhaus mit 8 Stockwerken, 320 Messstellen

Ausrüstung:

1 Datensammler (µgate an 230V) im 6 Stockwerk, Repeater (µrep mit Batterien) in den Stockwerken 1, 3, 8

Funkeinstellungen:

Messgeräte funken täglich von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr im 2 Minutentakt.

Die Repeater sind von 9:00 Uhr bis 9:30 Uhr (oder bis 10:00 Uhr) aktiv.

Der Datensammler ist immer empfangsbereit, sendet die Daten täglich um 12 Uhr zur Datenbank.

Mit dieser Einstellung stehen die Verbrauchsdaten (Vortag 24:00 Uhr) täglich ab 12 Uhr zur Verfügung.

 

Vorteil: Sehr flexible Positionierung und auch sehr einfache Montage der Repeater.

 

 

 

Beispiel B

Liegenschaft:

  

Hochhaus mit 20 Stockwerken und 800 Messstellen

Ausrüstung: 

1 Datensammler (µgate an 230V) im 11 Stockwerk, Repeater (µrep an 230V) in den Stockwerken 2, 5, 8, 14, 17, 20

Funkeinstellungen:

Messgeräte funken täglich von 8:00 Uhr bis 14:00 Uhr im 4 Minutentakt.

Die Repeater sind immer aktiv.

Der Datensammler ist immer empfangsbereit, sendet die Daten täglich um 15 Uhr zur Datenbank

 

Mit dieser Einstellung stehen die Verbrauchsdaten (Vortag 24:00 Uhr) täglich ab 15 Uhr zur Verfügung.

 

Vorteil: Wegen des großen Zeitraums der täglichen Übertragung und der dauerhaften Aktivität aller Repeater kommt es zu weniger Kollisionen der Funktelegramme. Die Verfügbarkeit der täglichen Daten ist somit höher als im Beispiel A. Ein Wechsel der Power-Batterien ist nicht notwendig.

 

 

 

 

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